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Bevölkerung

Neben der griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren noch einige sprachliche Minderheiten. Die wichtigsten Minderheitssprachen sind:
Albanisch
Aromunisch (in Zentralgriechenland ca. 100.000 aktive Sprecher der Gruppe der Aromunen oder auch Vlachen, ca. 300.000 passive Sprecher) Bulgarisch, gesprochen von ca. 30.000 muslimischen Pomaken
Mazedonisch ("Slawisch")
Türkisch, in Thrakien



Religion

Nominell gehören 95% der Bevölkerung der Orthodoxen Kirche an, auf dem größten Teil des Festland dem Autokephalen Orthodoxen Erzbistum von Griechenland mit Sitz in Athen, auf den Inseln und dem Ostzipfel des Festlandes um Thessalonike dem "Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel" mit Sitz in Istanbul. Die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist in Griechenland noch deutlich höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Die Orthodoxe Kirche übt auch wesentlichen Einfluss auf das Bildungswesen aus und ihre besondere Stellung als Staatskirche ist in der griechischen Verfassung festgelegt; andererseits untersteht sie teilweise dem Staat, zum Beispiel müssen alle Bischöfe vom Parlament bestätigt werden.

Daneben gibt es unter den Bürgern etwa 100.000-140.000 Muslime (größtenteils türkischer Abstammung), etwa 50.000 katholische Christen des griechischen und des lateinischen Ritus, etwa 50.000 Zeugen Jehovas, etwa 30.000 protestantische (meist evangelikale) Christen verschiedener Richtungen, und etwa 5.000 Juden.

Die etwa 700.000 Albaner in Griechenland sind meist nominell Muslime, Katholiken, oder Orthodoxe, aber die überwiegende Mehrheit praktiziert ihren Glauben nicht.

Politik

Am 7. März 2004 fand in Griechenland ein Regierungswechsel statt. Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) löste die bisher regierende sozialistische Partei PASOK ab. Am 8. März 2004 beauftragte Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos den Spitzenkandidaten der Konservativen Kostas Karamanlis mit der Regierungsbildung. Schon einen Tag später, am 9. März 2004 stellte er seine neue Regierungsmannschaft vor. Zum neuen Außenminister ernannte er den Diplomaten Petros Molyviatis. Dieser gilt als Fachmann für die Zypernfrage. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheiterten jedoch durch die Ablehnung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten Ende April 2004.

Die neue griechische Regierung hat 19 Minister, darunter zwei Frauen. Karamanlis erklärte zudem die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im August 2004 zur Chefsache, da sein Regierungsteam unter großem Zeit- und Handlungsdruck steht. Die mit Hilfe der UNO geführten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns scheiterten, weshalb am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Mittelmeerinsel der EU beitritt. Außerdem hinken die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Athen im August 2004 hinter dem Zeitplan her. Die neue Regierung wird nach Presseberichten weiter eine Annäherung mit der Türkei anstreben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war einer der ersten Politiker, die Karamanlis zu seinem Sieg gratulierten.

Gesundheitswesen

Im griechischen Gesundheitssystem genießen, ähnlich wie in England, alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, einen staatlichen Versicherungsschutz. Der Arzt kann wählen zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich oder einer Privatpraxis; beide Varianten zusammen sind nicht möglich. Die Versorgung kann in zwei Kategorien eingeteilt werden:

Die primäre Versorgung der staatlichen Versicherung, wobei hier ungleiche Verhältnisse bei den ärztlichen Dienstleistungen in Städten, städtischen Randgebieten und ländlichen Bezirken bestehen. In den städtischen Zentren ist die primäre staatliche ärztliche Versorgung deutlich besser als auf dem Land, weil es gut organisierte Ärztehäuser gibt, die von den Versicherten aller Bereiche zwecks ihrer Behandlung aufgesucht werden. Die sekundäre private Versorgung, wie man sie gewöhnlich in Privatpraxen sowie den Hauptstädten der Regierungsbezirke und in den Städten der größeren Inseln findet. Die von zahlreichen Touristen in Anspruch genommene ärztliche Versorgung der Inseln wird hauptsächlich von einzelnen, frei praktizierenden Ärzten, von privaten Gesundheitszentren mit meist sehr guter Facharztausstattung, sowie von Landärzten wahrgenommen.

Die staatliche Versorgung ist äußerst notdürftig, während die Privatversorgung mitteleuropäischen Standard hat. Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird. Dies gilt für alle Personen in Griechenland. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass die Finanzbuchhaltungen in den Krankenhäusern und in den Gesundheitszentren während der Nachmittagsstunden geschlossen bleiben.


Sport

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 gelang der Titelgewinn. Im Finale am 04. Juli besiegte Griechenland den Gastgeber Portugal mit 1:0. Da die Mannschaft vor dem Turnier als 100:1 Außenseiter gehandelt wurde, gilt dieser Erfolg als die größte Sensation im internationalen Fußball seit dem WM Gewinn der Deutschen im Jahre 1954. Trainer der Erfolgsmannschaft ist der Deutsche Otto Rehhagel. Alle Spieler und der Trainer wurden bei der Siegesfeier im alten Olympiastadion am 05. Juli zu Ehrenbürgern Athens ernannt.
Die griechische Profiliga
Die Fußballmanschaften der griechischen Liga waren in der Saison 2003/04 folgende Teams: Olympiakos Piräus, Panathinaikos Athen, PAOK Saloniki, Aigaleo Athen, AEK Athen, Halkidona FC, Panionios Athen, Iraklis Saloniki, AO Xanthi, OFI Kreta, Ionikos Nikea FC, Kallithea FC, FC Aris Thessaloniki, Paniliakos FC, Akratitos FC und Proodeftiki FC.
Die Schiedsrichter der Liga sind als korrupt verrufen und die Fans werden durch eine aggressive Atmosphäre in den Fußballstadien abgeschreckt. Oft kommt es zu Rangeleien bei denen auch mal Orangen die vorher mit Rasierklingen gespickt wurden durch die Luft fliegen. Nur zu Spitzenbegegnungen kommen mehr als 2000 Zuschauer.
Der einzige erwähnenswerte Erfolg auf internationaler Ebene gelang Panathinaikos Athen 1971, als man das Endspiel im Europapokal der Landesmeister erreichte.


Geschichte

1829 erlangte Griechenland die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich.
Erster König wurde der Bayer Otto I. (Griechenland). Dieser Staat umfasste jedoch nur den kleineren Teil des heutigen Staatsgebiets. Die meisten Inseln sowie der Norden Epirus und Nordosten Makedonien des heutigen Staates (mit Thessaloniki) kamen erst durch die beiden Balkankriege 1912-1913 an Griechenland, als das schwächelnde Osmanische Reich sich dort nicht mehr gegenüber den mit Serbien und zeitweise Bulgarien verbündeten Griechen behaupten konnte.

Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte das mit der Entente verbündete Griechenland, mit der Billigung der Siegermächte die türkische Niederlage zu nutzen, um außer dem von Bulgarien gewonnen Westthrakien auch noch Osthrakien und das Gebiet von Smyrna (heute Izmir) unter seine Kontrolle zu bringen. Ziel war die Umsetzung der Megali Idea (Grossen Idee), das heißt die Wiederherstellung des byzantinischen Reiches mit Konstantinopel (Istanbul) als Hauptstadt. Doch 1922 endete der Griechisch-Türkische Krieg mit einer verheerenden griechischen Niederlage in Kleinasien. Im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein radikaler Bevölkerungsaustausch vereinbart. Alle noch in großen Teilen der Türkei verstreut lebenden Griechen (mit Ausnahme der Istanbuler Griechen und einiger Inselgriechen) wurden nach Griechenland vertrieben (etwa 1,5 Mio.), im Gegenzug mussten an die 500.000 meist türkische Muslime Griechenland verlassen, mit Ausnahme der Muslime in Thrakien. Die Flüchtlingsquote in Griechenland nach diesem Krieg betrug ca. 25 %, wesentlich mehr als etwa in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland (General Metaxas) ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung wird heute als Nationalfeiertag "Nein-Tag" begangen.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der deutschen Wehrmacht im April-Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. Gegen die bald erstarkende Partisanenbewegung griffen die Besatzungsmächte des mehrfach brutal durch. In verschiedenen Orten Kalavrita, Distomo unter anderem wurde als "Vergeltung" für Partisanenüberfälle die jeweilige Dorfbevölkerung von der Wehrmacht oder "Sondereinheiten" ermordet. Gleichzeitig bekämpften sich kommunistische und royalistische Partisanen untereinander.

Nach dem Weltkrieg kam es zum Bürgerkrieg in Griechenland: Die Kommunisten versuchten, unterstützt von der Sowjetunion und anfangs auch Jugoslawien, die Herrschaft zu erlangen. Im Gegensatz zu allen anderen osteuropäischen Staaten gelang ihnen dies im auf beiden Seiten mit äußerster Härte auch gegenüber der Zivilbevölkerung geführten Bürgerkrieg jedoch nicht; sie wurden immer mehr nach Nordwesten zurückgedrängt, das Ende der Unterstützung durch Jugoslawien besiegelte das Ende der kommunistischen Erhebung.

Im Sinne eines strikten Antikommunismus blieben noch bis in die 1960er Jahre viele bürgerliche Freiheiten eingeschränkt. 1952 wurde Griechenland in die NATO aufgenommen und so strategisch im Westen verankert.

1967 ergriff in Reaktion auf Liberalisierungstendenzen ein Militärregime unter Georgios Papadopoulos die Macht, während dem zahlreiche Oppositionelle eingesperrt, gefoltert, ermordet oder ins Exil getrieben wurden, darunter der Komponist Mikis Theodorakis. Das Zypernabenteuer der Junta führte 1974 zum Zusammenbruch der Diktatur und zur Rückkehr zur Demokratie unter Konstantinos Karamanlis.

Seit 1981 ist Griechenland Mitglied der EU. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung wurde durch die hohen EU-Hilfsgelder (unter anderem für die Landwirtschaft) gefördert, doch der Abstand zu den entwickelteren EU-Staaten blieb bestehen. Angesichts der Umwälzungen auf dem Balkan ab 1989 versuchte Griechenland eine eigenständige außenpolitische Rolle zu spielen, oft in deutlicher Abgrenzung von EU und NATO. Dies zeigte sich in der Namensfrage der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien oder im Bosnien- und Kosovokonflikt. In jüngster Zeit wurden unter der Regierung Simitis Schritte zur Entkrampfung des griechisch-türkischen Verhältnisses, aber auch der Beziehungen zu den Nachbarstaaten auf dem Balkan unternommen, die wirtschaftlich zunehmend interessant werden für den griechischen Außenhandel und für Auslandsinvestitionen.


Griechische Küche

Die Griechische Küche zählt natürlich ob der geographischen Lage Griechenlands hauptsächlich zur mediterranen Küche und orientiert sich, was die Speisefolge betrifft ebenfalls am internationalen Standard. Deshalb finden die für diese Region typischen Gewürze wie Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei und Zitrone und auch reichlich Knoblauch Verwendung.

Allgemein ist zu sagen, dass die typisch Griechische Küche Hauptgerichte bevorzugt, die im Backofen zubereitet werden und dort auch lange warm gehalten werden können. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass zu allen Gerichten und zu allen Gängen Brot, meist das griechische Weißbrot gegessen wird. Die Griechen warteten lieber mit der Fortsetzung der Mahlzeit, als dass sie sie ohne Brot verspeisen würden. Ein weiteres nennenswertes Hauptmerkmal ist die fast ausschließliche Verwendung von Olivenöl. Dieses dort heimische Naturprodukt wird sowohl zum Kochen, als auch zum Braten benutzt. Ja, sogar beim Kuchen backen findet es Verwendung.

Ebenso ist für die griechische Bevölkerung die Geselligkeit beim Essen genau so wichtig wie die Speisen selbst. Zusammen zu sitzen, zu erzählen, zu lachen und gemeinsam genießen, gehört mit zur Griechischen Küche.

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